Aargauischer Fussballverband

Marco Tovagliaro (FC Kölliken)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach der Hinrunde quasi schon mit einem Bein in der 3. Liga, nach der Winterpause das drittbeste Rückrundenteam (siehe Tabellen unten): Der FC Kölliken hat am vergangenen Samstag bereits einen Spieltag vor Schluss den Klassenerhalt geschafft – Erfolgstrainer Marco Tovagliaro hat sich den „drei ???“ gestellt.

1. Marco Tovagliaro, 6 Punkte in der Hinrunde, nun bereits 23 in der Rückrunde – was haben Sie mit ihren Spielern in der Winterpause nur gemacht?
Ich habe Mirakulix angerufen und ihn nach seinem Zaubertrank gefragt (lacht). Nein, Spass beiseite; wenn man die Vorrunde analysiert, stellt man fest, dass wir in 13 Partien 10 Mal führten, wobei schlussendlich doch nur 6 Punkte herausgeschaut haben, was absolut mager ist. Zudem hatten wir sehr viele Absenzen in der Sommervorbereitung, es kam alles ein wenig zusammen, immerhin wusste man dadurch ungefähr, an was es gelegen hat. In der Winterpause haben wir grosses Gewicht auf die Kondition gelegt und sehr lange ohne Ball trainiert. Dies ist logischerweise nicht immer schön für die Mannschaft, hat sich aber schlussendlich doch ausbezahlt. Jene Spiele, in denen wir in Führung gingen, konnten wir nun bis auf die 2 Partien gegen Oftringen und Wettingen auch mehr oder minder souverän nach Hause schaukeln. Dies war matchentscheidend. Zudem hatten sich in der Hinrunde beide unsere Torhüter verletzt, woraufhin wir auf den 42-jährigen Senioren-Torwart Dominik Bracher zurückgreifen mussten. Dominik hat uns mit seiner immensen Erfahrung enorm geholfen, war ein äusserst starker Rückhalt und gab uns Sicherheit. Diese Faktoren und der Lauf, den wir dann plötzlich hatten, führten dazu, dass wir eine solch tolle Rückrunde spielen konnten. Es war eine genauso extreme Rückserie im Positiven wie es die Hinserie im Negativen war.

2. Wie haben Sie den Klassenerhalt nach dem Sieg über Brugg am Samstag gefeiert?
Es gab schon das eine oder andere Bierchen, das wir uns zuerst im Clubhaus während des Champions-League-Finals auf Grossleinwand genehmigten. Danach zogen wir weiter zu einem Spieler nach Hause, der eine grosse Bar im Keller hat, und feierten dort weiter.

3. Zieht man irgendwelche Lehren aus dieser Saison für die kommende Spielzeit?
Die Lehre sollte eigentlich klar sein: „Mache ich die komplette Vorbereitung mit, bin ich hundertprozentig parat, wenn nicht, bin ich halt weniger parat.“ Unser Ziel ist natürlich, eine Vorbereitung mit möglichst vielen Anwesenden zu bestreiten. Aber wir haben nun mal dieselben Probleme wie praktisch alle Mannschaften, indem die Spieler im Sommer in den Urlaub gehen. Die entscheidende Frage ist dann halt immer, wie man sich im Urlaub verhält: Trainiert man auch etwas für sich selber oder ist man nur am Saufen und am wenig Schlafen? Wir werden erneut unser Bestmögliches in der Vorbereitung geben und sind zuversichtlich, dass wir an die erfolgreiche Rückrunde anknüpfen können. Man darf auch deutlich mehr erwarten als lediglich 6 Punkte in der Hinrunde.

Hinrunden-Tabelle Rückrunden-Tabelle
                                       (Nach 12 von 13 Spielen)
1. Rothrist 32 Punkte 1. Rothrist 26
2. Gontenschwil 25 2. Windisch 24
3. Wettingen 25 3. Kölliken 23
4. Othmarsingen 24 4. Gontenschwil 22
5. Windisch 24  5. Mutschellen 22
6. Suhr 23 6. Fislisbach 19
7. Spreitenbach 18 7. Wettingen 19
8. Mutschellen 17 8. Suhr 17
9. Brugg 15 9. Spreitenbach 16
10. Fislisbach 14 10. Brugg 16
11. Oftringen 13 11. Othmarsingen 15
12. Küttigen 9 12. Oftringen 10
13. Kölliken 6 13. Küttigen 8
14. Menzo Reinach 6 14. Menzo Reinach 3
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06.10.2020

Sergio Colacino (FC Mutschellen)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach 9 Spielen grüsst der FC Mutschellen noch immer ungeschlagen mit 4 Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz vom Leaderthron und konnte die vergangenen 4 Partien gar allesamt für sich entscheiden. Erfolgstrainer Sergio Colacino stellte sich nach dem jüngsten Erfolg in Gränichen den „drei ???“.
 
1. Sergio Colacino, Ihre Mannschaft eilt aktuell von Erfolg zu Erfolg – weshalb läuft es auf der Burkertsmatt momentan so rund?
Da gibt es verschiede Gründe. Um den aktuellen Erfolg genauer zu ergründen, muss ich etwas weiter ausholen: Anfang des Jahres noch vor dem Lockdown haben wir ein hervorragendes Trainingslager absolvieren können, wo unsere Truppe noch näher zusammengerückt ist und sensationell gearbeitet hat. Zudem haben wir uns, was die Breite und die Qualität des Kaders anbelangt, noch einmal verbessern können – wir wussten, dass dies ein entscheidender Faktor für den Erfolg sein wird und die aktuelle Tabellensituation gibt uns absolut recht. In jedem Spiel hatten wir bislang 18 starke Spieler zur Verfügung und wenn mal ein Schlüsselspieler fehlte, konnte ich ihn praktisch gleichwertig ersetzen. Für einen Trainer sind das natürlich hervorragende Voraussetzungen und ich durfte auch immer mal wieder rotieren, ohne dass Qualität verloren ging und ohne dass innerhalb des Teams Unruhe oder Missgunst aufkam. Das spricht auch für unseren ausgeprägten Teamgeist.

2. Wir leben derzeit in unsicheren Zeiten; jüngst wurde vom Schweizerischen Fussballverband entschieden, dass bei einem erneuten Saisonabbruch die Tabelle der Vorrunde gewertet werden würde. Ist dieser Passus bei Ihnen und Ihren Spielern im Hinterkopf und was halten Sie davon?
Bis anhin wurde dies nicht angesprochen. Im vergangenen Frühling hatte man gar keine andere Wahl, als abzubrechen. Mittlerweile hat man sich aber arrangiert, mit dem Virus zu leben und hat auch aus gewissen Dingen gelernt, nicht nur im Fussball, sodass man andere Wege einschlägt. Ich möchte gar nicht gross auf dieses Thema eingehen und eine Position einnehmen, was richtig und was falsch wäre, recht machen kann man es sowieso nie allen und in der aktuellen Situation kann ich gar nicht ganz objektiv urteilen (schmunzelt). 
 
3. Hinter dem FC Mutschellen hat sich eine Verfolgergruppe in Lauerstellung gebracht – wen schätzen Sie als grössten Konkurrenten ein?
Das ist sehr schwierig zu beurteilen. Wie eingangs erwähnt ist die Breite des Kaders ein entscheidender Faktor, nicht nur bei uns. Als Beispiel möchte ich den FC Suhr nennen, der sensationelle Spieler in seinen Reihen hat, schnell aber auch unter Druck kommen kann, wenn mal zwei bis drei Akteure ausfallen sollten. Ähnlich verhält es sich beim FC Fislisbach, der sich sehr gut und gezielt auf diese Saison hin verstärkt hat, man fragt sich jedoch, was geschehen würde, wenn ihr Topskorer Yannick Frei plötzlich länger ausfallen sollte? Würde das bestehende Kader über die Qualität verfügen, diesen gewichtigen Ausfall zu kompensieren? Solange diese Mannschaften jedoch mehr oder weniger von Verletzungen verschont bleiben, kann man sich gar nicht festlegen, wer zuletzt ganz zuoberst stehen wird. Ich möchte auch gar nicht nur die aktuelle Verfolgergruppe in den Fokus rücken, beispielsweise Sarmenstorf hatte viel Pech zu beklagen und wurde oft unter Wert geschlagen oder auch Kölliken schätze ich als einen der stärksten Gegner ein, wenn sie in Bestbesetzung antreten können. Weiter werden Rothrist und Lenzburg nie und nimmer dort unten bleiben, wo sie jetzt sind, da muss man kein Prophet sein. Ich denke nicht, dass sich eine Mannschaft früh absetzen wird, es wird bis zuletzt spannend bleiben und das ist ja eigentlich mitunter das Beste, was unserer ausgeglichenen und attraktiven Liga passieren kann – wir können uns wirklich glücklich schätzen! 
12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

Kecke Aufsteiger

27.05.2014

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