Aargauischer Fussballverband

Josef Schmölzer

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Mit der MatchHighlight App wurde vom Schweizerischen Fussballverband in Zusammenarbeit mit dem AFV die Möglichkeit geschaffen, dass jeder Verein von seinen Spielen aller Kategorien live berichten kann und die Videos der besten Szenen und Tore direkt online im Live-Telegramm auf www.football.ch zu finden sind. Ein reger Nutzer dieses neuen Tools ist Josef Schmölzer, Vizepräsident des FC Niederwil.

1. Sepp Schmölzer, was fasziniert Sie an der MatchHighlight App?
Zuerst mal sicherlich die Tatsache, dass das Tool äusserst simpel zu bedienen ist, man muss dafür keinesfalls ein IT-Fachmann sein (schmunzelt). Torchancen und Tore können wirklich einfach ins Netz geladen und dort von jedermann und jederfrau angeschaut werden – quasi in Echtzeit! Wichtig ist aus meiner Sicht einfach, dass man wie vom AFV vorgeschlagen mit einem Stativ filmt, so wird die Qualität der bewegten Bilder massiv erhöht.

2. Welche Spiele des FC Niederwil werden gefilmt und wie fallen die Reaktionen auf den neuen Service aus?
Mein Anspruch ist, dass jede Mannschaft unseres Vereins mindestens einmal im Jahr gefilmt wird. Vor allem die Junioren haben eine Riesen-Freude daran, mehr noch als die Erwachsenen (lacht). Die Reaktionen sind generell durchwegs positiv, ich informiere auch immer die beiden Trainer vor den Spielen, die ich filme. Alle waren bis anhin begeistert davon.

3. Was ist Ihre Botschaft an jene AFV-Vereine, die die App noch nicht nutzen?
Wenn man diese tolle Möglichkeit schon kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt, sollte man sie doch auch nutzen. Die Bedienung ist wie erwähnt äusserst simpel und der Zeitaufwand hält sich auch in Grenzen. Gerade wenn man die leuchtenden Augen der Junioren sieht, wie grossen Spass sie an der Sache haben, dann hat sich die ganze Sache schon gelohnt (schmunzelt).

Infos zur MatchHighlight App: http://www.football.ch/afv/desktopdefault.aspx/tabid-389/296_read-197215/

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06.10.2020

Sergio Colacino (FC Mutschellen)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach 9 Spielen grüsst der FC Mutschellen noch immer ungeschlagen mit 4 Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz vom Leaderthron und konnte die vergangenen 4 Partien gar allesamt für sich entscheiden. Erfolgstrainer Sergio Colacino stellte sich nach dem jüngsten Erfolg in Gränichen den „drei ???“.
 
1. Sergio Colacino, Ihre Mannschaft eilt aktuell von Erfolg zu Erfolg – weshalb läuft es auf der Burkertsmatt momentan so rund?
Da gibt es verschiede Gründe. Um den aktuellen Erfolg genauer zu ergründen, muss ich etwas weiter ausholen: Anfang des Jahres noch vor dem Lockdown haben wir ein hervorragendes Trainingslager absolvieren können, wo unsere Truppe noch näher zusammengerückt ist und sensationell gearbeitet hat. Zudem haben wir uns, was die Breite und die Qualität des Kaders anbelangt, noch einmal verbessern können – wir wussten, dass dies ein entscheidender Faktor für den Erfolg sein wird und die aktuelle Tabellensituation gibt uns absolut recht. In jedem Spiel hatten wir bislang 18 starke Spieler zur Verfügung und wenn mal ein Schlüsselspieler fehlte, konnte ich ihn praktisch gleichwertig ersetzen. Für einen Trainer sind das natürlich hervorragende Voraussetzungen und ich durfte auch immer mal wieder rotieren, ohne dass Qualität verloren ging und ohne dass innerhalb des Teams Unruhe oder Missgunst aufkam. Das spricht auch für unseren ausgeprägten Teamgeist.

2. Wir leben derzeit in unsicheren Zeiten; jüngst wurde vom Schweizerischen Fussballverband entschieden, dass bei einem erneuten Saisonabbruch die Tabelle der Vorrunde gewertet werden würde. Ist dieser Passus bei Ihnen und Ihren Spielern im Hinterkopf und was halten Sie davon?
Bis anhin wurde dies nicht angesprochen. Im vergangenen Frühling hatte man gar keine andere Wahl, als abzubrechen. Mittlerweile hat man sich aber arrangiert, mit dem Virus zu leben und hat auch aus gewissen Dingen gelernt, nicht nur im Fussball, sodass man andere Wege einschlägt. Ich möchte gar nicht gross auf dieses Thema eingehen und eine Position einnehmen, was richtig und was falsch wäre, recht machen kann man es sowieso nie allen und in der aktuellen Situation kann ich gar nicht ganz objektiv urteilen (schmunzelt). 
 
3. Hinter dem FC Mutschellen hat sich eine Verfolgergruppe in Lauerstellung gebracht – wen schätzen Sie als grössten Konkurrenten ein?
Das ist sehr schwierig zu beurteilen. Wie eingangs erwähnt ist die Breite des Kaders ein entscheidender Faktor, nicht nur bei uns. Als Beispiel möchte ich den FC Suhr nennen, der sensationelle Spieler in seinen Reihen hat, schnell aber auch unter Druck kommen kann, wenn mal zwei bis drei Akteure ausfallen sollten. Ähnlich verhält es sich beim FC Fislisbach, der sich sehr gut und gezielt auf diese Saison hin verstärkt hat, man fragt sich jedoch, was geschehen würde, wenn ihr Topskorer Yannick Frei plötzlich länger ausfallen sollte? Würde das bestehende Kader über die Qualität verfügen, diesen gewichtigen Ausfall zu kompensieren? Solange diese Mannschaften jedoch mehr oder weniger von Verletzungen verschont bleiben, kann man sich gar nicht festlegen, wer zuletzt ganz zuoberst stehen wird. Ich möchte auch gar nicht nur die aktuelle Verfolgergruppe in den Fokus rücken, beispielsweise Sarmenstorf hatte viel Pech zu beklagen und wurde oft unter Wert geschlagen oder auch Kölliken schätze ich als einen der stärksten Gegner ein, wenn sie in Bestbesetzung antreten können. Weiter werden Rothrist und Lenzburg nie und nimmer dort unten bleiben, wo sie jetzt sind, da muss man kein Prophet sein. Ich denke nicht, dass sich eine Mannschaft früh absetzen wird, es wird bis zuletzt spannend bleiben und das ist ja eigentlich mitunter das Beste, was unserer ausgeglichenen und attraktiven Liga passieren kann – wir können uns wirklich glücklich schätzen! 
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