Aargauischer Fussballverband

Fedayi San (Schiedsrichter Schweizer Cupfinal 2019)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Im Jahr 2000 absolvierte der damals 17-jährige Fedayi San den Neuschiedsrichterkurs des Aargauischen Fussballverbandes. Treppchen für Treppchen arbeitete sich der talentierte Windischer in der Folge der Karriereleiter empor – seit 2013 in der Super League eingesetzt, wurde er 2016 gar zum FIFA-Schiedsrichter ernannt. Das bisherige nationale Highlight wird für San nun am 19. Mai folgen, wenn er den Schweizer Cupfinal zwischen dem FC Basel und dem FC Thun leiten wird. Im Rahmen der „drei ???“ konnte der AFV mit dem 36-Jährigen über seine ehrenvolle Nomination sprechen.

1. Fedayi San, was ging Ihnen als erstes durch den Kopf, als Sie das Aufgebot für den Cupfinal erhielten?
Beim Schweizer Cupfinal dabei zu sein, ist etwas vom Grössten, was ein Schiedsrichter bzw. Schiedsrichter-Assistent auf nationaler Ebene erleben darf. Jeder Moment auf dem Weg nach Bern und das Spiel selber wird etwas sehr Spezielles und ich freue mich ungemein!

2. Wird der Cupfinal das Highlight Ihrer bisherigen Schiedsrichter-Laufbahn sein?
Es gab schon viele Highlights in meiner Karriere, der Schweizer Cupfinal wird aber selbstverständlich ein absoluter Höhepunkt, denn einen solchen bekommt man nur einmal im Leben. Deswegen werden wir als Schiedsrichter-Trio versuchen, jeden Moment des Spiels aufzusagen und zu geniessen.

3. Seit 2016 sind Sie FIFA-Schiedsrichter. Wie weit ist es noch bis zur internationalen Spitze?
Momentan ist es noch ein sehr weiter und steiniger Weg, der vor mir liegt! Träume und Wünsche darf man haben, aber bis nach ganz oben muss ich noch viele Hürden nehmen. Es tönt wie eine Floskel, aber auch als Schiedsrichter schaue ich von Spiel zu Spiel.

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06.10.2020

Sergio Colacino (FC Mutschellen)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach 9 Spielen grüsst der FC Mutschellen noch immer ungeschlagen mit 4 Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz vom Leaderthron und konnte die vergangenen 4 Partien gar allesamt für sich entscheiden. Erfolgstrainer Sergio Colacino stellte sich nach dem jüngsten Erfolg in Gränichen den „drei ???“.
 
1. Sergio Colacino, Ihre Mannschaft eilt aktuell von Erfolg zu Erfolg – weshalb läuft es auf der Burkertsmatt momentan so rund?
Da gibt es verschiede Gründe. Um den aktuellen Erfolg genauer zu ergründen, muss ich etwas weiter ausholen: Anfang des Jahres noch vor dem Lockdown haben wir ein hervorragendes Trainingslager absolvieren können, wo unsere Truppe noch näher zusammengerückt ist und sensationell gearbeitet hat. Zudem haben wir uns, was die Breite und die Qualität des Kaders anbelangt, noch einmal verbessern können – wir wussten, dass dies ein entscheidender Faktor für den Erfolg sein wird und die aktuelle Tabellensituation gibt uns absolut recht. In jedem Spiel hatten wir bislang 18 starke Spieler zur Verfügung und wenn mal ein Schlüsselspieler fehlte, konnte ich ihn praktisch gleichwertig ersetzen. Für einen Trainer sind das natürlich hervorragende Voraussetzungen und ich durfte auch immer mal wieder rotieren, ohne dass Qualität verloren ging und ohne dass innerhalb des Teams Unruhe oder Missgunst aufkam. Das spricht auch für unseren ausgeprägten Teamgeist.

2. Wir leben derzeit in unsicheren Zeiten; jüngst wurde vom Schweizerischen Fussballverband entschieden, dass bei einem erneuten Saisonabbruch die Tabelle der Vorrunde gewertet werden würde. Ist dieser Passus bei Ihnen und Ihren Spielern im Hinterkopf und was halten Sie davon?
Bis anhin wurde dies nicht angesprochen. Im vergangenen Frühling hatte man gar keine andere Wahl, als abzubrechen. Mittlerweile hat man sich aber arrangiert, mit dem Virus zu leben und hat auch aus gewissen Dingen gelernt, nicht nur im Fussball, sodass man andere Wege einschlägt. Ich möchte gar nicht gross auf dieses Thema eingehen und eine Position einnehmen, was richtig und was falsch wäre, recht machen kann man es sowieso nie allen und in der aktuellen Situation kann ich gar nicht ganz objektiv urteilen (schmunzelt). 
 
3. Hinter dem FC Mutschellen hat sich eine Verfolgergruppe in Lauerstellung gebracht – wen schätzen Sie als grössten Konkurrenten ein?
Das ist sehr schwierig zu beurteilen. Wie eingangs erwähnt ist die Breite des Kaders ein entscheidender Faktor, nicht nur bei uns. Als Beispiel möchte ich den FC Suhr nennen, der sensationelle Spieler in seinen Reihen hat, schnell aber auch unter Druck kommen kann, wenn mal zwei bis drei Akteure ausfallen sollten. Ähnlich verhält es sich beim FC Fislisbach, der sich sehr gut und gezielt auf diese Saison hin verstärkt hat, man fragt sich jedoch, was geschehen würde, wenn ihr Topskorer Yannick Frei plötzlich länger ausfallen sollte? Würde das bestehende Kader über die Qualität verfügen, diesen gewichtigen Ausfall zu kompensieren? Solange diese Mannschaften jedoch mehr oder weniger von Verletzungen verschont bleiben, kann man sich gar nicht festlegen, wer zuletzt ganz zuoberst stehen wird. Ich möchte auch gar nicht nur die aktuelle Verfolgergruppe in den Fokus rücken, beispielsweise Sarmenstorf hatte viel Pech zu beklagen und wurde oft unter Wert geschlagen oder auch Kölliken schätze ich als einen der stärksten Gegner ein, wenn sie in Bestbesetzung antreten können. Weiter werden Rothrist und Lenzburg nie und nimmer dort unten bleiben, wo sie jetzt sind, da muss man kein Prophet sein. Ich denke nicht, dass sich eine Mannschaft früh absetzen wird, es wird bis zuletzt spannend bleiben und das ist ja eigentlich mitunter das Beste, was unserer ausgeglichenen und attraktiven Liga passieren kann – wir können uns wirklich glücklich schätzen! 
12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

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27.05.2014

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